Im Kampf mit den Elementen

Die Wasserpflanze Schilf besitzt naturgemäß durch ihren Aufbau, den hohen Anteil an Silizium und ihre Struktur die besten Voraussetzungen dafür, als langlebiger Gartenbaustoff in Form einer Schilfmatte im heimischen Garten oder auf Balkon und Veranda zum Einsatz zu kommen: Schilf ist in hohem Maße wasserresistent, sehr stabil und gut formbar. Andererseits ist die Schilfmatte jedoch als Endprodukt auch ein unbehandeltes Naturprodukt, das natürlichen Zerfallsprozessen unterworfen ist und deshalb natürlich eine eingeschränkte Lebensdauer von durchschnittlich 6 bis 8 Jahren besitzt – stark abhängig von den jeweiligen Modellen.

 

Die Haltbarkeit ist abhängig von drei Faktoren: Qualität, Standort, Art der Befestigung.

 

  • Eine Schilfmatte hat eine gute Qualität, wenn die Halme geschält, von geradem Wuchs und dick sind, sowie harte Wände besitzen.
  • Trockene und geschützte Bereiche als Standort für eine Schilfmatte wie einen Balkon oder die überdachte Terrasse sind ganz allgemein für die Haltbarkeit sehr förderlich, wenngleich eine Schilfmatte auch auf feuchteren Plätzen ganz gut zurechtkommt.
  • Die Lebensdauer wird auch durch die Art der Befestigung einer Schilfmatte beeinträchtigt. Werden die Halme beim Anbringen mit Mattenbinder, Draht oder Tacker-Heftklemmen wenig beschädigt, hält der Sichtschutz länger.

Tuning-Tipps für mehr Haltbarkeit

Eine Schilfmatte kann mit zwei ganz einfachen Tricks haltbarer und widerstandsfähiger gemacht werden. Erstens lässt sich die Lebensdauer einer Schilfmatte verlängern, indem man den unteren Mattenrand etwa 3 bis 5 cm über dem Boden befestigt, so dass die Halme effektiv deutlich weniger Feuchtigkeit ausgesetzt sind und die Gefahr einer Schimmelbildung massiv eingeschränkt wird. Zweitens können die unteren Halmenden ergänzend oder alternativ mit einem Holzschutzmittel imprägniert oder mit Wachs versiegelt werden. Praktischer Nebeneffekt: so sind die Halmenden geschützt und splittern nicht auf.